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Christophorus HENRICIPrediger der reformierten Gemeinde Ratingen von 1664
bis 1679.
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Eine an der
Duisburger Universitätsbibliothek vorhandene
theologische Disputationen versieht er mit einer
handschriftlichen Widmung an seinen Bruder
Heinrich und auf der zweiten Seite dankt er
seinem Onkel Conrad Damessen: DN. CONRADO
DAMESSEN Patruo fuo imò Patri, Negotiatori apud
Dordracenos celeberrimo filiali semper amore ac
reverentiâ completendo |
In den Duisburger Konsistorialakten ist vermerkt, dass
Christoffel Henrici am 18. August 1660 ein Kirchenzeugnis
erhält. Nach 5 Jahren Studium in Duisburg geht er nach
Leiden in Holland, um seine Studien an der dortigen
Universität fortzusetzen.
Nach dem Studium zieht es Christoph Heintges wieder
zurück in die Heimat. Der Prediger der Ratinger
Gemeinde, Heinius Thomas Balduin, ist verstoben und nach
zähem Ringen gegen seinen Mitbewerber, den ehemaligen
Duisburger Studienkollegen Gottfried Peill aus Elberfeld,
wird Christoffel Heintges alias Christophorus Henrici ab
1664 Pfarrer der reformierten Ratinger Gemeinde.
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Trauregister Salvator-Kirche
Duisburg Trauung am 24.3.1665: Herr Christophorus Henrici Prediger zu Rattingen und Junffer Catharina Wunders, seeligen Johannes Wunders gewesenen treufleißigen Predigers hierselbsten eheliche na gelaßene Tochter |
In erster Ehe ist Christoffel Henrici mit einer Pfarrerstochter aus Duisburg verheiratet. Nach deren Tod heiratet er die aus Mülheim stammende Sibilla Hülsbusch aus den Foren.
Während der Dienstzeit des Christophorus Henrici wird der Grundstein für den Bau der reformierten Kirche in Ratingen, dem heute ältesten reformierten Kirchenbau im Rheinland, gelegt. Hierfür schenkt der kurfürstl. brandenburgische Rat Werner Lukas Blaspiell zu Cleve, der aus Ratingen stammt und ein Onkel von Christoffel Henricis ehemaligem Studienkollegen Lucas Blaspiel ist, der Gemeinde den für 40 Taler erworbenen Bauplatz. Zugleich schenkt er die ersten 100 Thaler für den Bau.
Witwe von Bauer, Freifrau von Frankenberg auf Rommeljan, vermacht der Gemeinde in ihrem Testament vom 22. Februar 1655 ebenfalls 100 Taler.
Ein im Pfarrarchiv erhaltenes Dokument aus dem Jahre 1664 enthält ein Vermächtnis des Onkels des Predigers, Coenraet Damissen in Dordrecht, in dem zur Zahlung des Pfarrergehalts 2000 Taler vermacht werden. Auch sonst erhält die Gemeinde, die diese Hilfe sehr gut gebrauchen kann, eine ganze Reihe größerer und kleinerer Stiftungen.
Den ausführlichen Einträgen des Christoph Henrici in den Ratinger Kirchenregistern ist es zu verdanken, dass über die Lintorfer reformierten Familien - insbesondere die Heintges - so viele Informationen vorhanden sind.
Christoph Henrici stirbt im Jahr 1679 im Alter von nur 42 Jahren. Sein Tod muss überraschend gewesen sein, denn in den Konsistorialakten wird berichtet, dass man nach seinem Tod einige Kollektengelder vermisst und den Verstorbenen beschuldigt, diese nicht abgeliefert, sondern für sich verbraucht zu haben. Der Predigerwitwe soll nun ihre kärgliche Pension vorenthalten werden. Nach bangem mühevollen Suchen findet sie aber unter den Papieren ihres Mannes die Quittungen, die die rechtmäßige Ablieferung der empfangenen Kollektengelder bezeugen.