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Adolph von der
LINDEN
geboren ca. 1635 "im Bergischen",
Weinhändler und Kapitän der Dordrechter Gemeindegarde,
gestorben im Juni 1682 in Dordrecht, beerdigt in der
Grote Kerk.
Am 26.10.1666 heiratet Adolph von der Linden in
Dordrecht die Maria
Beune, Witwe des Willem Sluijter.
In den Dordrechter Notariatsakten wird sein Name
erstmals im Zusammenhang mit der Nachlass-Regelung seines
Onkels Coenraet Damisz van der Linden genannt: Am
12.3.1667 wird bestätigt, dass die Vormünder der Celia
und Johanna van der Linden in der Angelegenheit mit der
reformierten Ratinger Gemeinde aus der Hand des
Dordrechter Kaufmanns, Herrn Adolff van der Linden, die
Summe von 200 Reichstalern erhalten haben.
Im Jahr 1679 bezeugt er zusammen mit anderen
Dordrechter Weingroßhändlern in einer von Notar van
Neten erstellten Urkunde, dass der Preis für das Umladen
des Weines in Köln in den letzten 2 bis 3 Jahren um 1/3
teurer geworden ist.
Ein Jahr später lässt er zusammen mit seiner Ehefrau
ein Testament bei dem Dordrechter Notar Govert de With
aufnehmen und erklärt, dass das in der Steuerliste
"200e penning" von 1680 genannte Vermögen von
4.000 Gulden eine falsche Einschätzung sei. Die Eheleute
setzen sich gegenseitig als Universalerben ein und
bestimmen, dass der Überlebende die Kinder aus dieser
Ehe gut versorgen, ihnen eine gute Schulbildung und eine
ihren Fähigkeiten entsprechende Ausbildung in einem
kaufmännischen- oder Handwerksberuf oder ein anderes
ehrliches Auskommen ermöglichen soll. Bei ihrer Heirat
sollen sie jeder den entsprechenden Anteil von insgesamt
1200 Gulden bekommen. Die Eheleute bestimmen sich
gegenseitig zum Vormund ihrer minderjährigen Erben.
Am 12.6.1681 legt der Notar van Neten Adolff van der
Linden im Auftrag des Dordrechter
Ratsmitglieds und Kaufmanns Pietr van Regenmorter einen
Wechsel vor. Adolff van der Linden akzeptiert diesen
Wechsel nicht und gibt an, dem Aussteller nichts zu
schulden. Der Wechsel wurde am 20.5.1681 in Nantes
ausgestellt und lautet "Deux usances il vous plaira
payer cette mon premiere de change en banque d'Amsterdam
à l'ordre de Monsr. Guillaume Cauelier la somme de cincq
cents trente livres valleur de monsr. Pierre Bruniau et
le passer à conte suivant l'advijs de Votre Très Humble
Serviteur". Unterschrieben ist er von Pieter Denicq.
An der Seite steht: Monsieur Adophus van der Linden,
marchant à Dordrecht und auf Rückseite ist er
indossiert: pour moy payer à l'ordre de Monsr Charle de
la Bistrate par valeur receu comptant de Monsr. Chanum
Fieren. En Paris ce 30 May 1681" - unterschrieben
von G. Cauelier.
Kurz vor seinem Tod bestätigen
der Kaufmann Adolff van der Linden und seine Frau Maria
Beune am 11.5.1682 der Swaena Maria Schijvelberch, Witwe
des Gerrart Brantwijck, die Summe von 1500 Gulden
schuldig zu sein und am 4. Juli 1682 bestätigt Maria
Beune, Witwe des Adolff van der Linden, der Maria Peser,
Witwe des Dirck Schijvelberch, eine Summe von 9000 Gulden
zu schulden wofür drei Obligationen in Höhe von 3800,
460 und 640 Dulden als Sicherheit hinterlegt wurden.
Maria Beune, die Witwe des
Weinhändlers Adolph van der Linden verkauft am 22. Mai
1692 für 600 Gulden ein Haus genannt "het Houten
Been", gelegen an der Stadtmauer, zwischen der
Pelserstraat und der Botgensstraat, an den Zimmermann
Geerit de Heer.
Maria Beune stirbt 1699 und der
Sohn Adolf van der Linden verkauft im Namen der Erbengemeinschaft
folgende Häuser aus ihrem Nachlass:
- für 367 gl. an Hendrick
Meusel: zwei nebeneinander gelegene Häuser, auf
dem Weg zum städtischen Pferdestall am
Varkenmarkt, das erste und zweite Haus direkt
neben dem Haus des Käufers.
- für 210 gl. an Pieter
Regell: ein Haus (das dritte) auf dem selben Weg.
- für 390 gl. an Leendert
Schift: zwei Häuser ( das vierte) auf dem Weg.
- für 220 gl. an Jan Tromp
das fünfte Haus auf diesem Weg.
- für 230 gl. an Genees
Reesenbergh, junge Tochter in Dordrecht, ein Haus
- das sechste - auf demselben Weg.
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