|
|
Nachkommen
von Jürgen KALTHOFF in Plettenberg
I Jürgen
KALTHOFF. Die Eltern des Jürgen Kalthoff sind
bisher nicht bekannt. Es finden sich aber im Archiv der
Kirchengemeinde Ohle Unterlagen über das Kalthoffsche
Ackergut auf dem Sonneborn. Dieses Gut gehört
geographisch zur Gemeinde Plettenberg, war aber bereits
1677 im Besitz der Kirche zu Ohle. 1677 schuldet der
Pächter Thonis Kalthoff an Pacht 25 Rtl. 33 Stuber, 9
Pfg, woraufhin sein Pferd gepfändert wird. 1705 wird der
Hof an Johann Marell gt. Kalthoff verpachtet. 1709 wird
als Pächter Johan Kalthoff genannt. Um 1745 ist Johann
Anton Broecker genannt Kalthoff der Pächter und 1827
gibt es eine gerichtliche Auseinandersetzung der 3
Brüder Johann Diederich Bröcker gt. Kalthoff, Christoph
Henrich Bröcker gt. Kalthoff und Johann Peter Bröcker
gt. Kalthoff. Christoph Henrich verkauft seinen Anteil
für 769 Tlr, 6 Sep, 11 Pfg an seinen Bruder Johann
Peter. Daß es sich bei den Bröcker genannt Kalthoff um
Vorfahren des Jürgen Kalthoff handelt kann mit
Sicherheit ausgeschlossen werden. Tonis aber könnte ein
Vorfahr sein.
Weiterhin findet sich im Stadtarchiv Plettenberg in
der Akte "Grundstücke und Kapitalien zum Boele
Hospital gehörig" folgender Eintrag: "Anno
1621 den 4. ... ist Tönnis (Anton) Kalthoff zu
Hemmelmert, wegen des Hospitals Abrechnung gehalten, und
hat sich nach gehaltener richtiger Rechnungs befunden,
das er von 17 verflossenen Jahren den Armen... schuldig
verschrieben bis ins Jahr 1620 (620 Indusent) die Summe
von 5 Reichsthalern und 32 Schilling." Auch hierbei
könnte es sich um einen Vorfahren des Jürgen Kalthoff
handeln.
Jürgen Kalthoff hatte folgende Kinder:
II Johann
Henrich KALTHOFF, Beisitzer zu Himmelmert, geboren
ca. 1725/30, gestorben am 22.12.1811 in Plettenberg, im
Hause d. Schulten auf der Wibbecke. Die Familie wohnte
in Himmelmert, das zum luth. Pfarramt Plettenberg
gehörte. Sohn von Jürgen
KALTHOFF (siehe I).
Kirchliche Trauung (1) vor 1755 in ? Ehefrau ist Anne Margaretha
SCHLOTMANN, geboren um 1728, gestorben vor 1769.
Kirchliche Trauung (2) vor 1769 mit Anna Maria Catharina VEDDER,
geboren 1747, gestorben am 28.06.1799 in Himmelmert.
Aus der ersten Ehe stammen:
| 1. |
Maria Catharina KALTHOFF,
geboren ca. 1758, gestorben am 25.03.1779 in
Himmelmert.
Kirchliche Trauung am 15.02.1777 in Plettenberg
mit Christoffel
LÜSEBRINK.
|
| 2. |
Johann
Dederich KALTHOFF, geboren 1761 in
Himmelmert (siehe III).
|
Aus der zweiten Ehe stammen:
| 3. |
Diederich Henrich KALTHOFF,
geboren 1769, gestorben am 28.08.1794 in
Himmelmert.
|
| 4. |
Clara Anna Maria KALTHOFF,
geboren ca. 1771, gestorben am 06.06.1774 in
Himmelmert.
|
| 5. |
Maria Catharina Elisabeth
KALTHOFF, geboren am 28.04.1775 in
Himmelmert, gestorben am 14.01.1776 in
Himmelmert.
|
| 6. |
Johannes Peter KALTHOFF,
geboren am 12.11.1776 in Himmelmert, gestorben am
08.12.1776 in Himmelmert.
|
| 7. |
Anna Catharina KALTHOFF,
geboren am 18.11.1777 in Himmelmert, gestorben am
25.03.1780 in Himmelmert.
|
| 8. |
Peter Henrich KALTHOFF,
geboren am 08.03.1781 in Himmelmert, gestorben am
03.03.1783 in Himmelmert.
|
| 9. |
Anna Maria Gertraut KALTHOFF,
geboren am 07.02.1784 in Himmelmert.
Kirchliche Trauung (1) am 17.07.1807 in
Plettenberg mit Johann
Hen. SCHULTE.
Kirchliche Trauung (2) am 02.09.1808 in Ohle?
Ehemann ist N
PIEPER.
|
III Johann
Dederich KALTHOFF, Tagelöhner und Bauersmann,
Einlieger, geboren 1761 in Himmelmert, gestorben am
26.03.1812 in Eiringhausen im Gräveschen Backhaus. Johann
Dederich Kalthoff wird in den Plettenberger
Kirchenbüchern auch Kirchhoff genannt, da er der
Pächter des Kirchhof-Gutes war. Sohn von Johann Henrich KALTHOFF (siehe
II) und Anne Margaretha SCHLOTMANN.
Kirchliche Trauung (1) am 15.09.1787 in Plettenberg mit Anna Catharina CONZE,
geboren ca. 1755? Getauft in Eiringhausen? Gestorben am
02.02.1798 in Himmnelmert. Des Christoph Conze zu
Eiringhausen einzige Tochter erster Ehe. Tochter von Christoph CONZE.
Kirchliche Trauung (2) am 30.11.1798 in Plettenberg mit Maria Catharina SCHÜTTE,
Tochter von Henrich
SCHÜTTE.
Kirchliche Trauung (3) am 16.01.1802 in Plettenberg mit Catharina RITTINGHAUS,
gestorben am 24.05.1812 in Eiringhausen, 3. Tochter
der Eheleute Rittinghaus/Westerhof. Tochter von Peter RITTINGHAUS
und Christine
WESTERHOF.
Aus der ersten Ehe stammen:
Aus der zweiten Ehe stammen:
| 5. |
Peter Diederich KALTHOFF,
geboren am 29.08.1799 in Himmelmert, gestorben am
09.06.1804 in Eiringhausen.
|
Aus der dritten Ehe stammen:
| 6. |
Maria Catharina Gedraut
KALTHOFF, geboren am 22.11.1802 in
Eiringhausen, gestorben am 09.02.1803 in
Eiringhausen.
|
| 7. |
Catharina Maria Christina
Elisabeth KALTHOFF, geboren am 21.08.1804 in
Eiringhausen.
|
| 8. |
Henrich Arnold KALTHOFF,
geboren am 03.04.1808 in Eiringhausen, gestorben
am 16.04.1814 in Eiringhausen.
|
| 9. |
Wilhelmine KALTHOFF,
geboren am 13.11.1810 in Eiringhausen, gestorben
am 28.01.1853 in Eiringhausen.
|
IVa Christoph
Henrich (Peter Chr.Henr.?) KALTHOFF, Fuhrmann,
geboren am 09.11.1787 in Himmelmert, getauft am
18.11.1787 in Plettenberg, gestorben am 14.07.1824 in
Plettenberg, Sohn von Johann
Dederich KALTHOFF (siehe III) und Anna Catharina CONZE.
Kirchliche Trauung am 11.03.1819 in Ohle mit Anna Maria Helena
MÜHLHOFF, geboren am 16.06.1782 in Ohle, getauft am
23.06.1782 in Ohle, gestorben am 21.04.1845 in
Plettenberg, bestattet am 24.04.1845 in Plettenberg. Sie
wird in der Liste der Aufgebotenen in Plettenberg als
"eheliche älteste Tochter des Bauern Johan Died.
Müller" genannt. In der Heiratseintragung des
Sohnes Joh. Peter von 1842 wird sie als Maria Helena
"Mühlhoff" bezeichnet und in der nächsten
Spalte, wo vermerkt ist, ob die Eltern die Zustimmung zur
Heirat geben, heißt es: Die "Müller" hat die
Einwilligung gegeben. Tochter von Johann Diederich MÜHLHOFF, Bauer
zu Ohle, und Anna
Catharina Maria SUR.
Aus dieser Ehe stammen:
| 1. |
Peter
Wilhelm (Johann) KALTHOFF, geboren am
19.08.1819 in Plettenberg (siehe Va).
|
| 2. |
Geboren am 21.12.1824 in
Plettenberg, gestorben 1824 in Plettenberg.
|
IVb Hermann
Henrich KALTHOFF, Ackerknecht, Einlieger, geboren am
22.05.1789 in Himmelmert, gestorben am 25.11.1818 in
Hilf. Er wohnte in Eiringhausen, wurde aber, während
er zu Besuch bei Verwandten in Hilf war, krank und starb
dort. Sohn von Johann Dederich
KALTHOFF (siehe III) und Anna
Catharina CONZE.
Kirchliche Trauung am 23.09.1811 in Plettenberg mit Catharina Gertaud STEIN,
geboren am 01.06.1788 in Plettenberg, gestorben am
24.10.1870 in Plettenberg, Tochter von Conrad STEIN, Tagelöhner, und Elisabeth OCHSE.
Aus dieser Ehe stammen:
| 1. |
Caspar Heinrich KALTHOFF,
geboren am 28.09.1811 in Eiringhausen, gestorben
am 07.02.1815 in Eiringhausen.
|
| 2. |
Caspar Diederich KALTHOFF,
geboren am 07.01.1816 in Eiringhausen.
|
IVc Diederich
Henrich KALTHOFF, Fuhrmann, geboren am 08.01.1792 in
Himmelmert, gestorben am 15.02.1837 in Plettenberg, Sohn
von Johann Dederich KALTHOFF
(siehe III) und Anna Catharina CONZE.
Kirchliche Trauung am 18.10.1823 in Plettenberg mit Henriette Christine
Elisabeth HEYMANN, geboren am 04.02.1805 in
Plettenberg, Tochter von Arnold
HEYMANN, Schuster, und Catharina
Gerdraud THÖNE.
Aus dieser Ehe stammen:
| 1. |
Wilhelmina Catharina
Elisabeth KALTHOFF, geboren am 21.07.1824 in
Plettenberg.
Kirchliche Trauung am 01.09.1844 in Plettenberg
mit Christoph
Heinrich THOMáE.
|
| 2. |
Heinrich Wilhelm KALTHOFF,
geboren am 07.01.1826 in Plettenberg, gestorben
am 29.04.1831 in Plettenberg.
|
| 3. |
Peter
Friedrich KALTHOFF, geboren am 14.03.1828
in Plettenberg (siehe Vb).
|
| 4. |
Wilhelm
KALTHOFF, geboren am 09.03.1830 in
Plettenberg (siehe Vc).
|
| 5. |
Friderica
Wilhelmina KALTHOFF, geboren am
21.06.1832 in Plettenberg (siehe Vd).
|
| 6. |
Henriette Elisabeth KALTHOFF,
geboren am 22.06.1834 in Plettenberg.
Kirchliche Trauung (1) am 23.09.1859 in
Plettenberg mit Carl
HESMER.
Kirchliche Trauung (2) am 03.10.1869 in
Plettenberg mit Christopher
HOHAGE.
|
| 7. |
Carl Wilhelm KALTHOFF,
geboren am 16.06.1836 in Plettenberg.
|
Va Peter
Wilhelm (Johann) KALTHOFF, Kanzleischreiber, geboren
am 19.08.1819 in Plettenberg, getauft am 22.08.1819 in
Plettenberg, gestorben am 05.08.1887 in Essen, bestattet
in Essen. Bei Heirat wird Peter Kalthoff als
"Nadler" bezeichnet. Er lebte mit seiner
Familie in Plettenberg im Hause des Schmiedes Stein, das
nicht weit der Kirche lag. 1859 zog die Familie in den
unteren Stadtteil zu Schneider Ahsmann. Peter Kalthoff
war an der Kreis-Gerichtskommission Kanzlei-Diätar. Im
März 1862 zog die Familie nach Eilpe bei Hagen, wo er
als Faktor in eine Feilenhauerei eintrat. 1864 zog die
Familie nach Schwelm, wo er wieder eine Stelle bei
Gericht fand und 1865 zogen sie nach Duisburg, wo er
zunächst eine Secretaierenstelle bei einem Rechtsanwalt
innehatte und einige Zeit später, bis zu seiner
Pensionierung im Jahre 1883, Diätar beim Gericht war.
Anfang Februar 1884 zogen die Eheleute mit der Witwe
ihres Sohnes Gustav nach Essen. Nach dem Tod seiner Frau
wohnte er für ein Jahr bei Bäckermeister Engstfeld
(Legeroth Str. 30), bevor er im Februar 1887 eine
geborene Hammerschmidt aus Barmenheiratete, mit der er
trotz geringen Einkommens in glücklichen Verhältnissen
in Essen in der Postallee 45 lebte, bis er am 5. August
1887 sanft verstarb.
Peter Kalthoff war ein eifriger Protestant, er stand
schon in Plettenberg in regem Verkehr mit verschiedenen
christlichen Anstalten, mit dem Misionsverein in Barmen,
mit der Diakonenanstalt in Duisburg, mit der
Diakonissenanstalt in Kaiserswerth, mit dem
Gustav-Adolf-Verein u.a. Er bewirtete alle nach
Plettenberg kommenden Kollektanten und war ihnen
behilflich ohne hierfür Vergütung zu beanspruchen. Die
Familie besuchte selbstredend jeden Sonn- und Feiertag
die Kirche. Die Wohnstube war außer dem Bild mit
Christus am Kreuz und dem Herrscherpaar Friedrich Wilhelm
IV und Gemahlin mit den Bildern der Reformatoren Huhs,
Luther, Melanchthon, Calvin und Zwingli geschmückt.
Sein sehr aufgeregtes Gemüt und seine Lebenslust,
sein Interesse an den täglichen Begebenheiten auf
confessionellem und politischem Gebite, sein leutseliges
Verkehren mit Bekannten und Freunden sind bis zu seinem
letzten Tage seine treuen Begleiter gewesen. (Quelle:
Chronik Kalthoff), Sohn von Christoph
Henrich (Peter Chr.Henr.?) KALTHOFF (siehe IVa)
und Anna Maria Helena MÜHLHOFF.
Kirchliche Trauung am 02.06.1842 in Plettenberg mit Sophie STAHLSCHMIDT,
geboren am 24.03.1813 in Stefanopel. Die
Taufeintragung der Sophie Stahlschmidt wurde im
Kirchenbuch anscheinend nachträglich dazwischen
geschrieben. Die sonst üblichen Angaben über Eltern und
Taufzeugen fehlen bei dieser Eintragung vollkommen.
Getauft in Deilinghofen, gestorben am 04.03.1884 in
Essen. Ihr Leben bestand aus Arbeit und Tätigkeit
für ihre Familie. In Plettenberg, Eilpe und Schwelm
arbeitet sie fast über ihre Kräfte im Garten, um das
geringe Einkommen ihres Mannes etwas aufzubessern.
Im Jahre 1871 mußte sie eine schwere Pockenkrankheit
durchmachen. In der Folge litt sie an kranken Augen. Seit
1878 hatte sie an Wunden an den Beinen zu leiden, die ihr
alle Freude am Erdenleben nahmen. Durch Stricken und
Nähen für die ihrigen suchte sie sich aber weiterhin
nützlich zu machen. Sie war eine überaus fromme Frau,
von weltlichen Freuden hat sie sich stets ferngehalten.
Tochter von Peter
Casp.(Heinr.Dieder.?) STAHLSCHMIDT und Maria Catharina WITTE.
Aus dieser Ehe stammen:
| 1. |
Louise KALTHOFF, geboren
am 09.02.1844 in Plettenberg, gestorben am
19.10.1857 in Plettenberg. Sie starb an
Nervenfieber.
|
| 2. |
Friedrich
Wilhelm KALTHOFF,
geboren am 03.11.1846 in Plettenberg (siehe VIa).
|
| 3. |
Geboren am 15.07.1850 in
Plettenberg.
|
| 4. |
Gustav
Theodor Wilhelm KALTHOFF, geboren am
19.05.1853 in Plettenberg (siehe VIb).
|
| 5. |
Geboren am 18.05.1856 in
Plettenberg.
|
Vb Peter
Friedrich KALTHOFF, Papierarbeiter, Tagelöhner,
geboren am 14.03.1828 in Plettenberg, Sohn von Diederich Henrich KALTHOFF
(siehe IVc) und Henriette Christine
Elisabeth HEYMANN.
Kirchliche Trauung (1) am 03.09.1854 in Plettenberg mit Catharina KLANCKE,
geboren am 23.03.1830 in Lan. Gestorben am 06.01.1868 in
Plettenberg, Tochter von Heinrich
Arnold KLANCKE und Elisabeth
KERSTING.
Kirchliche Trauung (2) am 18.07.1868 in Plettenberg mit Caroline HOHSE,
geboren 1842, gestorben am 24.07.1874 in Plettenberg,
Tochter von Caspar
Heinrich HOHSE und Maria
Catharina HERZHOFF.
Kirchliche Trauung (3) am 29.09.1874 in Plettenberg mit Caroline WINDFUHR,
geboren am 08.10.1835 in Bad, Tochter von Wilhelm WINDFUHR und
Anna Catharina
GRÜBER.
Aus der ersten Ehe stammen:
| 1. |
Mina KALTHOFF, geboren am
22.06.1855 in Plettenberg, gestorben am
04.06.1858 in Plettenberg.
|
| 2. |
Elise KALTHOFF, geboren
am 27.07.1859 in Plettenberg, gestorben am
28.03.1862 in Plettenberg.
|
| 3. |
Lina KALTHOFF, geboren am
28.12.1864 in Plettenberg.
|
Vc Wilhelm
KALTHOFF, Papiermacher, Tagelöhner, Bahnarbeiter,
geboren am 09.03.1830 in Plettenberg, gestorben am
23.01.1872 in Plettenberg, Sohn von Diederich
Henrich KALTHOFF (siehe IVc) und Henriette Christine Elisabeth HEYMANN.
Kirchliche Trauung (1) am 17.04.1854 in Plettenberg mit Maria Catharina HOLLWEG,
geboren am 14.10.1830 in Wib. Gestorben am 31.12.1861 in
Plettenberg, Tochter von Wilhelm
HOLLWEG, Tagelöhner, und Anna Catharina KÖNIG.
Kirchliche Trauung (2) am 18.11.1866 in Plettenberg mit Maria Catharina NEUHAUS,
geboren 1847, Tochter von Heinrich
NEUHAUS, Schuster, und Minna
VEDDER.
Aus der ersten Ehe stammen:
| 1. |
Friedrich Wilhelm KALTHOFF,
geboren am 03.09.1854 in Plettenberg.
|
| 2. |
Friederike KALTHOFF,
geboren am 28.05.1857 in Plettenberg, gestorben
am 04.10.1858 in Plettenberg.
|
| 3. |
Carl Heinrich Wilhelm
KALTHOFF, geboren am 26.09.1859 in
Plettenberg.
|
Aus der zweiten Ehe stammen:
| 4. |
Carl Wilhelm KALTHOFF,
geboren am 26.04.1867 in Plettenberg.
|
Vd Friderica
Wilhelmina KALTHOFF, geboren am 21.06.1832 in
Plettenberg, Tochter von Diederich
Henrich KALTHOFF (siehe IVc) und Henriette Christine Elisabeth HEYMANN.
Kirchliche Trauung am 07.08.1858 in Plettenberg mit Wilhelm KAISER GEN.
HECKERMANN.
Kind:
| 1. |
Heinrich Karl KALTHOFF,
geboren 1856, gestorben am 07.04.1857 in
Plettenberg.
|
VIa Friedrich
Wilhelm KALTHOFF, Lehrer, (siehe auch "Chronik Kalthoff")
geboren am 03.11.1846 in Plettenberg, getauft am
08.11.1846 in Plettenberg, gestorben am 17.02.1915 in
Godesberg. Bestattet in Bonn, Rüngsdofer Friedhof. Rufname:
Wilhelm
Vom 6. - 14. Lebensjahr besuchte er die ev.
Elementarschule in Plettenberg. Da er auf Wunsch seines
Vaters Lehrer werden sollte, erhielt er nebenbei privaten
Unterricht im Klavierspielen, in französischer und
englischer Sprache, Algebra und Zeichnen. Nach seiner
Konfirmation am 14.4.1891 durch Pfarrer Schirmer wurde er
in dem 3 stunden entfernten Werdohl bei Bekannten
einlogiert und erhielt doet seine weitere Fortbildung bei
dem seinem Vater wohlgesinnten Pfarrer Brachmann und
Lehrer Luncke. Nachdem die Eltern nach Eilpe umgezogen
waren, besuchte er die Elementarschule in Hagen und
erhielt von Lehrer Heufer den nötigen Privatunterricht.
Anfang 1863 trat er eine Gehilfenstelle bei Lehrer
Heckhoff in Menden bei Mülheim/Ruhr an, im Juni trat er
eine Stelle als Gehülfe in Oberhausen an und Ende August
1865 legte er das Gehülfenexamen am Moerser Seminar ab.
Sein Lehrerexamen, auf das er sich der Kosten wegen
alleine, ohne Vorbereitungskurse, vorbereitete, bestand
er im September 1868. Am 1.10.1868 trat er eine Stellung
in Duisburg, wo seine Eltern mittlerweile wohnten, an. Im
November 1869 machte er mit seinem Vater und dem
Gerichtsvollzieher Heerbeck sowie dessen Frau Marie, geb.
Ducoffre, eine Reise nach Düsseldorf, wo er seine
spätere Frau Auguste kennenlernte, die zu dieser Zeit
als Zweitmädchen bei Wwe. Feltmann am Karlsplatz
arbeitete.
Ende Oktober 1872 legte er seine 2. Prüfung am
Moerser Seminar ab und trat am 1.11.1872 eine Stelle an
der einklassigen Schule (19 Kinder) in Moyland an. Vor
der Übersiedlung nach Moyland am 4.11. heirateten er und
Auguste Ducoffre. - Am 1. Oktober 1874 trat er auf
Ersuchen des Pfarrers Reinhard in Emmerich eine Stelle
als Klassenlehrer and er ev. Elementarschule in Emmerich
an, wo er bis zu seiner Pensionierung blieb. Nach der
Pensiionierung wohnte die Familie in Bad Godesberg
(Bonn). Sein Grab, mit einem schönen alten Holzkreuz,
befindet sich auf dem Rüngsdorfer Friedhof.
Seine Tochter Auguste schrieb nach seinem Tod: Sein
Charakter und Gemüt waren von einer wunderbaren
kindlichen Reinheit und Tiefe. Vorbildlich seine
Festigkeit und Treue imn Guten. Daß er bei so
hervorragenden Herzenstugenden ein geschworener Feind
alles Schlechten war, bedarf keiner Erwähnung. Er war
mit einem Worte ein kerndeutscher Mann; ein hoher
Idealismus geleitete ihn durch sein ganzes schweres
Leben, das ihm vielfach so erschwert wurde, da irdischer
Staub und Schmutz einem so erhabenen Sinn
begreiflicherweise leicht weh tun mußte. - Viele
Schmerzen blieben ihm erspart, so der Verlust unseres
sonnigen, tapferen Rudolfs und der Untergang seines
heißgeliebten Vaterlandes, das er wie die Seinen mit
ganzer Seele liebte. Sohn von Peter
Wilhelm (Johann) KALTHOFF (siehe Va) und Sophie STAHLSCHMIDT.
Kirchliche Trauung am 03.11.1872 in Duisburg mit Agate Auguste DUCOFFRE,
geboren am 03.10.1851 in Duisburg, getauft in Duisburg,
gestorben am 27.06.1930 in Tannenhof, Tochter von August Stephan Theodor
DUCOFFRE, Steindrucker / Portier, und Henriette Anna THIBEAUT.
Aus dieser Ehe stammen:
| 1. |
Gustav August Wilhelm
KALTHOFF, Kunst- und Dekorationsmaler,
geboren am 04.08.1873 in Moyland, getauft in
Moyland, gestorben am 01.02.1915 in Kl.Zillebeke.
Er hatte sich begeistert als
Kriegsfreiwilliger gemeldet, war in Straßburg
als Infanterist ausgebildet und dann Ende Januar
1915 zur Front abgerückt. Schon nach 5 Tagen
starb er den Tod fürs Vaterland und hinterließ
seine Frau mit 6 kleinen Kindern. Bestattet
in B- Klein Zillebeke bei Ypern (Flandern).
Kirchliche Trauung am 04.04.1899 in Straßburg
mit Alice
Hermina FERBER, geboren am 12.08.1875 in
Schopfheim, gestorben am 14.02.1956 in
Düsseldorf, bestattet in Düsseldorf. Nach
Überlieferung stammte Alice Hermina Ferber aus
einem reichen Elternhaus. Die Eltern waren
angeblich mit der Heirat nicht einverstanden und
es bestand nach der Hochzeit keine weitere
Beziehung zu ihrer Familie. Die Eheleute
Kalthoff/Ferber hatten anfangs in Düsseldorf ein
großes Haus, wie es sich für höhere Töchter
wohl gehörte. Nachdem Gustav Kalthoff gefallen
war gab Alice das Haus auf und zog die Kinder
unter vielen Entbehrungen allein groß. Ihren
Lebensabend verbrachte sie bei ihrer Tochter
Alice Pasenau. Tochter von Ludwig Friedrich FERBER,
Techniker/Werkführer, und Elisabeth SCHMIDT.
|
| 2. |
Adolf Robert KALTHOFF,
Geschäftsreisender, geboren am 27.09.1874 in
Emmerich, gestorben am 07.10.1949 in Versmold.
Kirchliche Trauung 5.06.1900 in Emmerich mit Auguste Johanne
TARNER, geboren ca. 1877, gestorben am
21.08.1913 in Versmold, Tochter von Friedrich August
TARNER und Wilhelmine
Charlotte STOEWENER.
|
| 3. |
Wilhelm August Friedrich
KALTHOFF, Kunst- und Dekorationsmaler,
geboren am 24.04.1876 in Emmerich, gestorben am
06.07.1942 in Benrath. Wilhelm besuchte am Tag
vor seinem Tod zusammen mit seiner Schwester
Auguste und Schwägerin Else seinen Bruder
Richard in Tannenhof. Trotz starker Herzkrämpe
bestand er darauf, noch das Grab der Mutter zu
besuchen. Wilhelm besaß ein goldnes,
selbstlos geniales Künstlerherz, das er, zum
Selbstschutz wohl, hinter einer oft rauhen Schale
verbarg. Er litt am Kleinkram des Lebens wie
jeder wahre Künstler und konnte alles Böse des
Lebens und der Menschen nicht in Einklang mit
seinen Idealen bringen. Daneben abr bewahrte ihn
ein feiner Humor und vor allem seine malerische
Begabung, im Trüben zu versinken. Seine schönen
Bilder sind Zeugnisse seiner lauteren Seele.
Kirchliche Trauung am 13.09.1902 in
Düsseldorf-Benrath mit Ida SPECK, gestorben am
29.04.1927 in Düsseldorf, Tochter von Wilhelm SPECK,
Arbeiter, und Ida
SCHÄFER.
|
| 4. |
August Bernhard KALTHOFF,
geboren am 14.07.1877 in Emmerich, gestorben am
10.09.1877 in Emmerich.
|
| 5. |
Auguste Louise Marie KALTHOFF,
Dichterin, Pianistin, geboren am 22.08.1879 in
Emmerich, gestorben 1964 in Bingerbrück,
bestattet in Rüngsdorfer Friedhof, Bonn.
|
| 6. |
Rudolf KALTHOFF,
Dekorationsmaler, geboren am 11.02.1881 in
Emmerich, gestorben am 15.04.1918 in Frankreich. Seine
Schwester Auguste schreibt zu seinem Tod: Am
15.4. 17.30 Uhr fiel nun auch unser guter Rudolf,
nachdem er seit April 1915 alle Anstrengungen des
furchtbaren Krieges mit wahrhaft heldischem Mut
überstanden.
|
| 7. |
Julius KALTHOFF,
Oberingenieur, geboren am 26.09.1883 in Emmerich,
gestorben am 18.10.1952 in Schmallenbg.
Kirchliche Trauung am 10.05.1910 in Schmallenbg.
Ehefrau ist Elisabeth
KÖNIG, gestorben am 25.07.1955 in Dortmund,
Tochter von Wilhelm
KÖNIG, Kaufmann, und Therese BARTHMANN.
|
| 8. |
Richard Hermann Heinrich
KALTHOFF, geboren am 03.11.1888 in Emmerich,
gestorben in Tannenhof, bestattet in Tannenhof
bei Lüttringhausen. Richard Kalthoff lebte in
Tannenhof bei Lüttringhausen, einem Heim für
geistig Behinderte. Seine Schwester Auguste
schreibt 1959 in einem Brief von an H. Reimann:
Richard, hochbegabt, hatte schon 1jähriges, und
dann die Tragik in den Entwicklungsjahren, Folgen
einer Kopfgrippe als 4-5jähriger... Ferner
schreibt sie, daß sie Richard 7 Stunden lang zu
Besuch hatte. Eine Oberschwester, die in Bonn zu
tun hatte, habe ihr den Bruder gebracht und
abends wieder abgeholt. Als erstes habe Richard
nach Stoff zum Lesen gefragt. Er sei trotz seiner
71 Jahre noch sehr rüstig.
|
VIb Gustav
Theodor Wilhelm KALTHOFF, Gerichtsvollzieher, geboren
am 19.05.1853 in Plettenberg, gestorben am 31.03.1883 in
Essen, bestattet am 03.04.1883 in Essen. Gustoav
Kalthoff sollte, ebenso wie sein Bruder Fr. Wilhelm,
Lehrer werden. 1868 - 1872 war er Lehrergehilfe bei
Lehrer von der Heydt in Meiderich (Duisburg) und
Holthausen bei Mülheim. Seine große Neigung zum
Lehrerberuf und seine trefflichen Gaben bewogen ihn 1870
das Lehrerseminar in Moers zu besuchen, womit sich sein
Vater nach langem Besinnen einverstanden erkärte. Er hat
dasselbe mit sehr gutem Erfolg, jedoch unter
Einschränkung und mit großer Sparsamkeit durchgemacht
und 1873 verlassen. Daraufhin fand er in Hochfeld
(Duisburg) eine Anstellung bei Hauptlehrer Hüttemann.
Während des Seminars hatte er noch Zeit gefunden, die
Stolzesche Stenographie und die französische Sprache zu
erlernen. Da der Lehrerberuf ihm nun nicht mehr zusagte,
trat er in das Gerichtsfach ein. Nach Verlauf eines
Jahres hatte er seine Lehrzeit am Gericht in Duisburg
beendet, sein Examen in Hamm bestanden und wurde als
Actuar in Duisburg angestellt. Nach Einführung der neuen
Gerichtsordnung meldete er sich zur Anstellung als
Gerichtsvollzieher und erhielt 1880 diese Stlele in
Essen. Es begann für ihn eine Zeit der regen Tätigkeit
und Wohlhabenheit, die durch seinen allzufrühen Tod
infolge des Typhus beendet wurde. Sohn von Peter Wilhelm (Johann) KALTHOFF
(siehe Va) und Sophie STAHLSCHMIDT.
Kirchliche Trauung 1.07.1877 in Duisburg mit Luise KAHNERT,
geboren am 15.09.1844, getauft am 13.11.1844 in Kleve,
Tochter von Ernst
KAHNERT und Wilhelmine
JANSEN.
Aus dieser Ehe stammen:
| 1. |
Wilhelm Gustav Ernst KALTHOFF,
geboren am 06.03.1878 in Duisburg, gestorben am
29.06.1878 in Duisburg.
|
| 2. |
Ernst KALTHOFF, geboren
am 05.02.1879, gestorben am 15.03.1895 in Essen.
|
| 3. |
Gustav Adolf Karl KALTHOFF,
geboren am 11.09.1880.
|
| 4. |
Otto Karl Wilhelm KALTHOFF,
geboren am 03.01.1882 in Essen, getauft am
05.02.1882 in Essen.
|
| 5. |
Fritz Wilhelm Karl KALTHOFF,
geboren am 24.08.1883 in Dusiburg-Hochfeld,
gestorben 00.04.1931.
|
|